

Liebes Publikum, mit der 22. Festivalausgabe überschreitet KlezMORE erstmals geografische Grenzen: Wir kooperieren mit den ehemaligen Synagogen in St. Pölten und Kobersdorf – Räume, in denen jüdische Geschichte und Kultur nun wieder erklingen. Mit dieser Erweiterung und der programmatischen Entwicklung soll unser Vorwort vom vergangenen Jahr gehalten werden: Wir machen weiter auf! Und freuen uns, wenn Sie wieder zahlreich ein wichtiger Teil des Geschehens sind.
Lisa Reimitz & Franziska Hatz
Intendantinnen
Wir freuen uns sehr, nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr erneut ein vielschichtiges, inspirierendes Programm präsentieren zu dürfen. Unser dies-jähriger Themenschwerpunkt trägt den Titel Heyb uf dayn kol – „Erhebe deine Stimme“ – und stellt die Vokalmusik in den Mittelpunkt: die Stimme als intime Ausdrucksform, als politisches Werkzeug, als spirituelle Praxis und als Medium kollektiver Erinnerung.
Diese Vielstimmigkeit spiegelt sich im Programm wieder: von den kämpfe-rischen Liedern des jiddischen Troubadours Daniel Kahn über die sphärischen Synthpop-Klänge jiddischer Wiegenlieder der polnischen Künstlerin Ola Bilinska bis zur britischen Klezmer-Balkan-Band She’Koyokh mit der türkischen Sängerin Çiğdem Aslan, die zwischen Sprachen und musikalischen Traditionen fließend wechselt. Auch chorische Klangwelten haben ihren Platz: Das Vokalforum Graz bringt gemeinsam mit dem sephardischen Sänger Aron Saltiel mehrstimmige jüdische liturgische Gesänge auf die Bühne.
Ein weiteres Highlight ist Tsirk Dobranotch, der erste Klezmer-Zirkus, der im Theater Akzent mit einer Kombination aus Artistik, Musik und Humor zu einem spektakulären Abend einlädt.
Auch dabei sind einige der Formate, die im letzten Jahr auf große Resonanz gestoßen sind: das Synagogenkonzert Kol Ishe – Jüdische Frauenstimmen in der liberalen jüdischen Gemeinde Or Chadasch sowie der heymishe Schabbes-Abend im jiddischen Kulturzentrum Yung Yidish. Das Rahmenprogramm mit einer Führung durch das Jüdische Museum Wien und der Filmvorführung von The Klezmer Project ermöglicht eine vertiefende Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Gegenwart.
In diesem Sinne laden wir Sie ein, sich auf die vielen Facetten jiddischer Musik einzulassen – und vielleicht auch selbst Ihre Stimme zu erheben. Wir wünschen Ihnen fil fargenign!
Kuratorinnen
Impressionen 2024: